Videoserie: Grundlagen der Geldanlage

In dieser Videoserie erläutern wir Grundbegriffe und Zusammenhänge bei der Geldanlage und zeigen auf, wie Sie Schritt für Schritt zur Ihrer persönlichen Vermögenszusammenstellung kommen und diese umsetzen können.

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Teil 1: Die wichtigsten Anlageklassen.

Beim nachfolgenden Text handelt es sich um ein minimal überarbeitetes Transkript des Videos. Wir bitten daher um Nachsicht in Bezug auf die Textformulierung.

Häufig werden wir gefragt, wie der Privatanleger sich dem Thema Geldanlage und Vermögensaufbau nähern kann und haben uns entschlossen, eine Videoserie zu den Grundlagen der Geldanlage zu drehen. Die erste zum Thema Anlageklassen.

Hier die Übersicht der vier großen Anlageklassen, denen wir uns in der Vermögensverwaltung bedienen: Liquidität, Aktien, Obligationen und Edelmetalle.

Liquidität ist nichts anderes als Bargeld oder Bankguthaben, ist täglich verfügbar und dient als Zahlungsmittel für alle Dinge des täglichen Gebrauchs.

Das sind gleichzeitig auch die Vorteile. Die Nachteile sind Konto Gebühren, wenn wir das Geld bei der Bank liegen haben. Verwahrentgelt heißt das modern. Negativzins ist die Konsequenz und ist das Wort, das zu gebrauchen ist. Es existiert als weiterer Nachteil das sogenannte Gegenparteienrisiko. Wenn die Bank, bei der ich das Geld liegen habe, pleite geht, dann ist es weg. Und wenn ich eine Fremdwährung habe, dann kann die sich deren Wert zu meiner Heimatwährung verändern.

Das ist dann das Währungsrisiko. Obligationen oder auch Renten genannt, sind Schuldverschreibungen, die in der Regel mit einer laufenden Verzinsung ausgestattet sind. Die Vorteile sind ein kalkulierbarer Ertrag. Wenn ich drei Prozent Zins vereinbart habe, dann erhalte ich die jedes Jahr bis zur Fälligkeit meines Papiers. Ich habe einen sicheren Rückzahlungstermin. Wenn ich fünf Jahre vereinbart habe, bekomme ich fünf Jahre den Zinssatz. Nach den fünf Jahren weiß ich, dass ich mein Geld zurückbekomme. Und Rentenpapiere sind in der Regel liquide durch börsentägliche Handelbarkeit.

Die Nachteile: Meist gibt es keinen kostendeckenden Ertrag mehr in der jetzigen Zinssituation. Es gibt wie beim Girokonto oder beim Bargeld auch das sogenannte Kreditausfallrisiko und es gibt ein sogenanntes Kursänderungsrisiko: Wenn ich während der Laufzeit meiner Anleihe diese an der Börse verkaufen muss, weil ich zum Beispiel Geld benötige, dann kann dort der Kurs höher oder niedriger sein und ich unter Umständen weniger Kapital zurückerhalten, als investiert wurde. Und wie beim der Liquidität existiert das Währungsrisiko.

Um Ihnen zu verdeutlichen, wie Zins und Risiko miteinander zusammenhängen, habe ich Ihnen drei Beispiele mitgebracht. Das erste Beispiel zeigt die zehnjährige Bundesanleihe, die im Moment bei minus 0,45% rentiert. Zur Erklärung: Die zehnjährige Bundesanleihe wird als beste Bonität gehandelt, mit einem AAA-Rating. Die Wahrscheinlichkeit, dass der deutsche Staat als Schuldner ausfällt, wird damit als sehr klein bewertet. In der Konsequenz zahlt die Bundesanleihe keinen Zins, vielmehr zahlen Sie dem deutschen Staat 0,45% dafür, dass er ihr Geld annimmt.

Als zweites Beispiel hier die 10-Jährige Unternehmensanleihen mit guter Bonität, wie man sie von früher kennt. Rentiert heute bei 0,2%

Und wenn wir in eine zehnjährige Unternehmensanleihen mit schwacher Bonität investieren, dann haben wir einen augenscheinlich guten Zins mit 2,26% Rendite. Die Definition von S&P zu den BB-Bonitäten mitgebracht: “Diese Anlagen sind spekulativ. Probleme der Wirtschaft würden höchstwahrscheinlich zu Ausfällen führen.” Das heißt in der Konsequenz: Dafür, dass Sie ein höchstwahrscheinlich eintretendes Ausfallrisiko in Kauf nehmen, wenn die Wirtschaft nicht so funktionieren, erhalten eine Vergütung von 2,26%. Lohnt sich das wirklich? Unter dem Strich ist es wie mit Fastfood: Schmeckt gut, ist aber nicht gesund.

Aktien. Diese verbriefen den Anteil an einer Aktiengesellschaft oder einfach gesagt: Sie werden Miteigentümer und partizipieren damit am wirtschaftlichen Erfolg (oder Mißerfolg) des Unternehmens über Dividenden und Wertsteigerungen in Form von Kursgewinnen. Historisch gesehen sind Aktien die renditestärkste Anlageklasse gewesen und sind liquide durch eine börsentägliche Handelbarkeit. Einer der Nachteile ist das sogenannte Emittenten Risiko. Wenn bekannt wird, dass die Firma pleite geht, wird Ihnen wahrscheinlich niemand für Ihre Aktie den Preis bezahlen, den Sie beim Kauf bezahlt haben.

Und es gibt das klassische Kursänderungsrisiko, wie wir es kennen: Die Kurse gehen mal hoch und mal runter. Wenn wir die Aktie an einer ausländischen Heimatbörse in fremder Währung kaufen, haben wir wieder das bekannte Währungsrisiko.

Edelmetalle: Hier repräsentiert durch Gold und wird in der Quantität in Unzen bemessen. Eine Unze Gold entspricht circa 31 Gramm. Einer der Vorteile von Edelmetallen ist, dass sie nicht beliebig vermehrbar sind und mittlerweile täglich liquide und handelbar ist. Edelmetalle, insbesondere Gold haben einen intrinsischen Wert, also einen Wert aus sich heraus. Mittlerweile ist Gold eine selbständige Anlageklasse ist, wenn man das als Vorteil nennen mag, eine klassische Krisenwährung. Die Nachteile sind: Gold erwirtschaftet keinen Ertrag, weder Gewinn noch Zinsen. Unter Umständen haben sie hohe Lager- und Handelskosten, je nachdem, wie sie Gold halten.

Auch Gold hat ein Kursänderungsrisiko. Wenn die Krise da ist und die Anleger Gold kaufen, steigt der Preis, weil die Nachfrage steigt. Umgekehrt ist es so, dass Angebot steigt, wenn eine andere Anlageklasse interessanter erscheint und es weniger Käufer gibt. Dann wird der Preis fallen. Neben dem Währungsrisiko darf man nicht vergessen, dass Gold primär in Krisenzeiten nachgefragt und teuer wird. Es hat sich jedoch oft herausgestellt, dass keine Krise ewig dauert und damit ein Goldpreis auch für relativ lange Zeit auch mal wieder zurückkommen kann.

Fazit: Sie haben heute die vier wichtigsten Anlageklassen kennengelernt: Liquidität, Renten, Aktien und Edelmetalle. Diese sollten je nach Wirtschaftsphase, Geld- und Währungspolitik gewichtet werden. Und natürlich anhand ihrer persönlichen Kriterien; nämlich ihrem Anlagehorizont, ihrer Risikoneigung und Risikotragfähigkeit sowie ihrer Vermögensstruktur.

Nun fragen Sie sich vielleicht: Wie komme ich denn jetzt konkret zur Aufteilung? Bleiben Sie dran. Das behandeln wir in einem der nächsten Videos.
Teil 1: Die wichtigsten Anlageklassen.

Beim nachfolgenden Text handelt es sich um ein minimal überarbeitetes Transkript des Videos. Wir bitten daher um Nachsicht in Bezug auf die Textformulierung.

Häufig werden wir gefragt, wie der Privatanleger sich dem Thema Geldanlage und Vermögensaufbau nähern kann und haben uns entschlossen, eine Videoserie zu den Grundlagen der Geldanlage zu drehen. Die erste zum Thema Anlageklassen.

Hier die Übersicht der vier großen Anlageklassen, denen wir uns in der Vermögensverwaltung bedienen: Liquidität, Aktien, Obligationen und Edelmetalle.

Liquidität ist nichts anderes als Bargeld oder Bankguthaben, ist täglich verfügbar und dient als Zahlungsmittel für alle Dinge des täglichen Gebrauchs.

Das sind gleichzeitig auch die Vorteile. Die Nachteile sind Konto Gebühren, wenn wir das Geld bei der Bank liegen haben. Verwahrentgelt heißt das modern. Negativzins ist die Konsequenz und ist das Wort, das zu gebrauchen ist. Es existiert als weiterer Nachteil das sogenannte Gegenparteienrisiko. Wenn die Bank, bei der ich das Geld liegen habe, pleite geht, dann ist es weg. Und wenn ich eine Fremdwährung habe, dann kann die sich deren Wert zu meiner Heimatwährung verändern.

Das ist dann das Währungsrisiko. Obligationen oder auch Renten genannt, sind Schuldverschreibungen, die in der Regel mit einer laufenden Verzinsung ausgestattet sind. Die Vorteile sind ein kalkulierbarer Ertrag. Wenn ich drei Prozent Zins vereinbart habe, dann erhalte ich die jedes Jahr bis zur Fälligkeit meines Papiers. Ich habe einen sicheren Rückzahlungstermin. Wenn ich fünf Jahre vereinbart habe, bekomme ich fünf Jahre den Zinssatz. Nach den fünf Jahren weiß ich, dass ich mein Geld zurückbekomme. Und Rentenpapiere sind in der Regel liquide durch börsentägliche Handelbarkeit.

Die Nachteile: Meist gibt es keinen kostendeckenden Ertrag mehr in der jetzigen Zinssituation. Es gibt wie beim Girokonto oder beim Bargeld auch das sogenannte Kreditausfallrisiko und es gibt ein sogenanntes Kursänderungsrisiko: Wenn ich während der Laufzeit meiner Anleihe diese an der Börse verkaufen muss, weil ich zum Beispiel Geld benötige, dann kann dort der Kurs höher oder niedriger sein und ich unter Umständen weniger Kapital zurückerhalten, als investiert wurde. Und wie beim der Liquidität existiert das Währungsrisiko.

Um Ihnen zu verdeutlichen, wie Zins und Risiko miteinander zusammenhängen, habe ich Ihnen drei Beispiele mitgebracht. Das erste Beispiel zeigt die zehnjährige Bundesanleihe, die im Moment bei minus 0,45% rentiert. Zur Erklärung: Die zehnjährige Bundesanleihe wird als beste Bonität gehandelt, mit einem AAA-Rating. Die Wahrscheinlichkeit, dass der deutsche Staat als Schuldner ausfällt, wird damit als sehr klein bewertet. In der Konsequenz zahlt die Bundesanleihe keinen Zins, vielmehr zahlen Sie dem deutschen Staat 0,45% dafür, dass er ihr Geld annimmt.

Als zweites Beispiel hier die 10-Jährige Unternehmensanleihen mit guter Bonität, wie man sie von früher kennt. Rentiert heute bei 0,2%

Und wenn wir in eine zehnjährige Unternehmensanleihen mit schwacher Bonität investieren, dann haben wir einen augenscheinlich guten Zins mit 2,26% Rendite. Die Definition von S&P zu den BB-Bonitäten mitgebracht: “Diese Anlagen sind spekulativ. Probleme der Wirtschaft würden höchstwahrscheinlich zu Ausfällen führen.” Das heißt in der Konsequenz: Dafür, dass Sie ein höchstwahrscheinlich eintretendes Ausfallrisiko in Kauf nehmen, wenn die Wirtschaft nicht so funktionieren, erhalten eine Vergütung von 2,26%. Lohnt sich das wirklich? Unter dem Strich ist es wie mit Fastfood: Schmeckt gut, ist aber nicht gesund.

Aktien. Diese verbriefen den Anteil an einer Aktiengesellschaft oder einfach gesagt: Sie werden Miteigentümer und partizipieren damit am wirtschaftlichen Erfolg (oder Mißerfolg) des Unternehmens über Dividenden und Wertsteigerungen in Form von Kursgewinnen. Historisch gesehen sind Aktien die renditestärkste Anlageklasse gewesen und sind liquide durch eine börsentägliche Handelbarkeit. Einer der Nachteile ist das sogenannte Emittenten Risiko. Wenn bekannt wird, dass die Firma pleite geht, wird Ihnen wahrscheinlich niemand für Ihre Aktie den Preis bezahlen, den Sie beim Kauf bezahlt haben.

Und es gibt das klassische Kursänderungsrisiko, wie wir es kennen: Die Kurse gehen mal hoch und mal runter. Wenn wir die Aktie an einer ausländischen Heimatbörse in fremder Währung kaufen, haben wir wieder das bekannte Währungsrisiko.

Edelmetalle: Hier repräsentiert durch Gold und wird in der Quantität in Unzen bemessen. Eine Unze Gold entspricht circa 31 Gramm. Einer der Vorteile von Edelmetallen ist, dass sie nicht beliebig vermehrbar sind und mittlerweile täglich liquide und handelbar ist. Edelmetalle, insbesondere Gold haben einen intrinsischen Wert, also einen Wert aus sich heraus. Mittlerweile ist Gold eine selbständige Anlageklasse ist, wenn man das als Vorteil nennen mag, eine klassische Krisenwährung. Die Nachteile sind: Gold erwirtschaftet keinen Ertrag, weder Gewinn noch Zinsen. Unter Umständen haben sie hohe Lager- und Handelskosten, je nachdem, wie sie Gold halten.

Auch Gold hat ein Kursänderungsrisiko. Wenn die Krise da ist und die Anleger Gold kaufen, steigt der Preis, weil die Nachfrage steigt. Umgekehrt ist es so, dass Angebot steigt, wenn eine andere Anlageklasse interessanter erscheint und es weniger Käufer gibt. Dann wird der Preis fallen. Neben dem Währungsrisiko darf man nicht vergessen, dass Gold primär in Krisenzeiten nachgefragt und teuer wird. Es hat sich jedoch oft herausgestellt, dass keine Krise ewig dauert und damit ein Goldpreis auch für relativ lange Zeit auch mal wieder zurückkommen kann.

Fazit: Sie haben heute die vier wichtigsten Anlageklassen kennengelernt: Liquidität, Renten, Aktien und Edelmetalle. Diese sollten je nach Wirtschaftsphase, Geld- und Währungspolitik gewichtet werden. Und natürlich anhand ihrer persönlichen Kriterien; nämlich ihrem Anlagehorizont, ihrer Risikoneigung und Risikotragfähigkeit sowie ihrer Vermögensstruktur.

Nun fragen Sie sich vielleicht: Wie komme ich denn jetzt konkret zur Aufteilung? Bleiben Sie dran. Das behandeln wir in einem der nächsten Videos.
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