Aufzeichnung der Generalprobe vom 29.01.2026
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Inhaltsverzeichnis
Einordnung des Jahresauftakts
Das neue Jahr beginnt mit einer insgesamt positiven Grundstimmung, auch wenn die geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd bleiben. Wie bereits im Vorjahr ist der Jahresauftakt geprägt von der Einordnung der globalen Entwicklungen und deren Bedeutung für Anleger.
Marktreaktionen im Frühjahr
Zu Beginn der Generalprobe wurde der abrupte Kursrückgang im April thematisiert, ausgelöst durch überraschend angekündigte US-Zölle, die die Aktienmärkte vorübergehend um fast 20% zurückwarfen, bevor eine rasche Erholung einsetzte.
Geopolitische Lage und globale Krisen
Die geopolitische Lage blieb angespannt. Neben Russland–Ukraine und Israel–Gaza rückte auch Venezuela stärker in den Fokus, ohne die langfristige wirtschaftliche Dynamik grundsätzlich zu gefährden.
Sicherheitspolitische Neuordnung Europas
Europa übernimmt zunehmend sicherheitspolitische Verantwortung. Mit 2,4% des BIP fließen Rekordmittel in die Rüstung, was kurzfristig wie ein Konjunkturprogramm wirkt, langfristig jedoch strukturelle Defizite etwa bei Infrastruktur und Digitalisierung offenbart.
Edelmetallmärkte und Notenbanknachfrage
Gold erreichte neue Höchststände und überholte erstmals US‑Treasuries in den Devisenreserven der Notenbanken. Die Nachfrage – vor allem aus Schwellenländern – bleibt strukturell hoch und unelastisch.
Technologiesektor und KI-Dynamik
Künstliche Intelligenz bleibt ein dominierendes Thema. Während Europa unter hoher Regulierung leidet, treiben USA und China Innovationen voran. Die starke Konzentration der Marktgewinne in wenigen Großunternehmen erhöht Bewertungsrisiken.
Kryptomarkt und Stablecoins
Der Kryptomarkt blieb erratisch, während Stablecoins durch politische Unterstützung in den USA deutlich an Bedeutung gewannen. Sie dienen zunehmend der Stabilisierung der Dollarnachfrage angesichts hoher Refinanzierungsbedarfe der USA.
Entwicklung der Anlageklassen
Die Anlageklassen entwickelten sich unterschiedlich: Während Rohstoffe wie Gold und Silber deutlich zulegten, blieben Ölpreise rückläufig. Aktienmärkte erzielten zweistellige Renditen, getragen jedoch vor allem von wenigen hochbewerteten Großunternehmen.
Anlagestrategie Nadelhorn
Die Strategie Nadelhorn setzt auf Rohstoffe, Minenwerte sowie die Gold‑Silber‑Ratio. Steigende Nachfrage nach klassischen Energieträgern, begrenzte Förderkapazitäten und ein struktureller Rohstoffmangel sind zentrale Treiber. Silber wurde zeitweise stark übergewichtet, da es gegenüber Gold historisch günstig war.
Anlagestrategie Eiger
Die Strategie Eiger fokussiert sich auf Small Caps, die historisch günstig bewertet sind und aktuell einen deutlichen Bewertungsabschlag gegenüber Large Caps aufweisen. Das Aufholpotenzial ist erheblich und kann vor allem bei geopolitischer Entspannung oder Zinssenkungen freigesetzt werden.
Ausblick und zentrale Treiber
Weltwirtschaftliches Wachstum von rund 3%, moderat sinkende Zinsen und anhaltende geopolitische Unsicherheiten bestimmen den Ausblick. Die Marktreaktionen hängen stark davon ab, ob die positiven Basiserwartungen eintreten.
Fazit
2026 zeigt sich robust, jedoch mit klaren Spannungsfeldern. Edelmetalle, Rohstoffe und international diversifizierte Aktien bleiben zentrale Bausteine. Small Caps und Rohstofftitel gewinnen aufgrund attraktiver Bewertungen an Bedeutung. Diversifikation und Risikobewusstsein bleiben entscheidend.
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