Inflation: Update 2021

Sachwert schlägt Geldwert. Wieso? Heute für jeden offenkundig: die zunehmenden Inflationsraten bzw. Kaufkraftverluste.

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Heute wollen wir uns mit dem sprichwörtlichen Elefanten im Raum beschäftigen, nämlich der Inflation oder besser gesagt der Kaufkraftverluste, die ihnen in den letzten Monaten sicherlich auch in der Presse begegnet sind. Hier sehen Sie am Beispiel von drei Warenkörben, die mit derselben Geldmenge 1972, 1992 und voraussichtlich 2022 gekauft wurden. Natürlich ist das nicht wörtlich zu verstehen, aber was Sie daraus sehen können: Mit demselben Geldschein bekommen Sie immer weniger Ware

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Wie kam es oder wie kommt es zu dieser Entwicklung? Dazu betrachten wir die Entwicklung der Geldmengen und hier können wir sehen, wie sich die Bilanzsumme seit 2007 bis heute entwickelt hat. Einmal die Bilanzsumme in Milliarden Euro auf der rechten Seite bzw. die blaue Kurve in % der Euroland Wirtschaftskraft. Und die Frage ist: Wie hat EZB ihre Bilanzsumme so aufgeblasen? Auch da gibt es eine Grafik, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, nämlich die Wertpapierkäufe der EZB.

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In allererster Linie sind dies die Anleihen (-ankäufe) von hoch verschuldeten Staaten. An erster Stelle ist hier Italien zu nennen, aber auch Spanien, Portugal, Frankreich und Griechenland wollen wir gar nicht reden werden entsprechend die Wertpapiere gekauft, sprich die Staatsanleihen. Und wenn von der EZB diese Anleihen nicht gekauft werden würden, dann wären die Zinsen für diese Papiere erheblich gestiegen und vermutlich hätten die dortigen Regierungen noch erheblich mehr Probleme, ihren Haushalt im Lot zu behalten. Aber zunächst mal wollen wir überlegen: Was hat diese Aufblähung der Geldmenge für eine Wirkung?[02:13] – Speaker 1
Und hier haben haben sie die offiziellen Inflationsraten in Deutschland. Das hier ist bestenfalls die halbe Wahrheit, weil die offiziellen Inflationsraten eben in Form von Warenkörben bestimmt werden. Und die Warenkörbe werden ständig geändert und können damit natürlich auch die Inflation ein Stück weit nach unten korrigieren. Oder sagen wir besser: Sie wird systematisch unterschätzt

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John Williams hat es sich zur Aufgabe gemacht, die entsprechenden Grafiken nachvollziehen. Dort sehen Sie die blaue Kurve, die zeigt die Inflationsberechnung nach der Methode von 1980.

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Also der Warenkorb von 1980 wurde von John Williams einfach nachvollzogen bis heute. Und dann sehen Sie Mitte der 80er Jahre, wie die rote Kurve sich immer mehr absetzt und die rote Kurve, Sie ahnen es, ist die Inflationsrate so wie Sie von den offiziellen Stellen weitergegeben werden. Interessant: Inzwischen haben wir eine Differenz, die fast 10% beträgt. Sprich: die offizielle Inflationsrate liegt in den USA bei etwas mehr als 6% und nach der Methode von 1980 immerhin bei 14%.

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Nun stellt sich die Frage Welche dieser beiden Berechnungen ist nun glaubwürdiger? Und ich denke, die alte Berechnung dürfte sicher glaubwürdiger sein. Aber selbst die alte Berechnung ist, und da darf ich an das erinnern, was ich gerade schon gesagt habe, wahrscheinlich immer noch eine deutliche Unterschätzung oder Untertreibung der tatsächlichen Kaufkraftverlust, weil auch dort Immobilienpreise und andere Sachwertwerte nicht oder unzureichend enthalten sind.

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Damit komme ich eigentlich schon zum Fazit unserer kurzen Präsentation und da lesen Sie nichts furchtbar Neues. Wir haben schon viele Jahre gesagt: Sachwert schlägt Geldwert. Und angesichts der jetzt wirklich stark steigenden Inflationsraten gilt diese Maxime noch vermehrt. Das heißt: Wir sollten die Zeit nutzen, weil je länger sie warten, desto mehr wird letztendlich das Geld auf dem Bankkonto, das keine Zinsen mehr bringt, an Wert verlieren, während die Sachwerte deutlich angefangen haben zu steigen. Sachwerte (sind), das kennen Sie auch von

– Immobilien. Bei uns sind Immobilien bereits ziemlich teuer und ein Nachteil von Immobilien steckt im Namen. Sie können sie ganz schlecht in die Tasche stecken und mitnehmen. Das heißt, sie sind nicht mobil.

– Aktien sind gut gelaufen, werden aber unserer Meinung nach weiterhin laufen, weil es gibt einfach wenig Anlagealternativen und sehr viel Geld.

– Edelmetalle sind immer noch relativ günstig. Was auch empfohlen werden kann, sind

– ausgewählte unternehmerische Beteiligungen. Auch

– Diamanten kann für den einen oder anderen interessant sein. Und für die, die es mögen, sind

– Whiskys Bordeaux auch keine schlechte Alternative.

Und wenn alle Stricke reißen, wird man im letzteren Fall sich die Situation wenigstens schön trinken können. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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