Cost-Average-Effekt

Der Durchschnittskosteneffekt ist ein Effekt, der bei der regelmäßigen Anlage gleich bleibender Beträge in Wertpapiere entstehen soll.

Dabei führen die Wertschwankungen der Wertpapiere dazu, dass der Anleger im Idealfall seine Anteile bei gleich bleibenden Raten günstiger erhält, als wenn er regelmäßig zu unterschiedlich hohen Preisen eine gleich bleibende Menge von Anteilen kauft. Denn bei hohen Anteilspreisen werden automatisch weniger Anteile gekauft, bei niedrigen Anteilspreisen entsprechend mehr.

Verdeutlicht an einem konkreten Beispiel anhand einer Einmalanlage von EUR 10.000,– und einem monatlichen Sparplan in Höhe von EUR 500,– über eine Laufzeit von 10 Jahren. Betrachten wir nun unterschiedliche Kursszenarien, die alle mit demselben Anteilspreis in Höhe von 80 EUR/Anteil enden.

"Sägezahn"-Markt

„Sägezahn“-Markt

Die Anteilspreise schwanken regelmäßig stark zwischen 50 und 100 EUR je Anteil.

Gekauft wird also abwechselnd zu niedrigen und zu hohen Anteilspreisen.

Im Ergebnis wurde insgesamt 54.000,- EUR investiert, 795 Anteile gekauft, die am Ende der Laufzeit einen Anteilswert von 63.600,- EUR aufweisen.

Crash und Bärenmarkt mit anschließender Erholung

Ein starker und ausdauernder Preisverfall. Nach etwa 2/3 der Laufzeit erholen sich die Preise.

Es werden über eine verhältnismäßig lange Zeit viele Anteile erworben, da diese im Zeitverlauf recht günstig waren.

Bei diesem Szenario kaufen Sie mit denselben 54.000,- EUR 1535 Anteile, die schlussendlich 122.800,- EUR Wert sind. Wohlgemerkt: Beim selben Anteilspreis zum Ende wie im Sägezahn-Szenario.

stetig steigender Aktienmarkt

Ein bullisches Szenario. Der Aktienmarkt steigt stetig und hat keine nennenswerten Rücksetzer.

Mit den über die Laufzeit investierten 54.000,- EUR werden 753 Anteile gekauft mit einem Anteilswert am Ende der Zeit von 60.311 EUR

Diese – zugegeben etwas überzeichneten – Beispielszenarien verdeutlichen den Mehrwert des regelmäßigen Investierens: Zum einen wird diszipliniert auch in schwachen Marktphasen gekauft, in denen aufgrund der niedrigen Anteilspreise verhältnismäßig viele Anteile erworben werden. Dies hat zur Folge, dass der durchschnittliche Einstandspreis sinkt und alleine dadurch der Gewinn an Ende höher ausfällt.

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